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Themenspezifische Vortragsreihen und Veranstaltungen:

In den fünf Jahren seines Bestehens hat sich das Forschungszentrum als verlässlicher Kooperationspartner für themenspezifische Vortragsreihen der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche und Institute der Goethe-Universität etabliert.

KRACAUER LECTURES IN FILM AND MEDIA THEORY

Diese Vortragsreihe ist dem in Frankfurt geborenen Philosophen, Soziologen, Schriftsteller sowie Film- und Medientheoretiker Siegfried Kracauer (1889 – 1966) gewidmet. Sie wird seit 2011 vom Lehrstuhl für Filmwissenschaft der Goethe-Universität unter der Leitung von Vinzenz Hediger und Marc Siegel ausgerichtet. Dabei werden in der Regel drei Lectures pro Semester gehalten, welche aktuelle Positionen der Film- und Medientheorie, der Medienphilosophie sowie der Medienreflexion in der Kunst- und Kulturwissenschaft und der philosophischen Ästhetik vorstellen und diskutieren. Den Ansätzen des Namensgebers Kracauer folgend, wird die Medientheorie des Films dabei an der Schnittstelle von Kultur- und Sozialtheorie gedacht. Technische Bildmedien bilden gesellschaftliche Verhältnisse nicht bloß ab, sondern strukturieren und prägen diese in wachsendem Maße. Dementsprechend öffnet sich die Reihe neben ästhetischen Positionen auch solchen aus dem Bereich der Wissenschaftsforschung, der Technik- und Medienphilosophie, der Kultur- und Medienökonomik und der politischen Theorie. Seit Beginn dieser Reihe konnten international angesehene Referentinnen und Referenten gewonnen werden. In den letzten beiden Jahren sprachen u. a. Dina Iordanova (St. Andrews), Antonio Somaini (Sorbonne Nouvelle – Paris III), Nanna Verhoeff (Utrecht) und Vivian Sobchack (UCLA). Alle Vorträge wurden als Videomitschnitte aufgezeichnet und sind auf der Internetplattform der Kracauer Lectures bereitgestellt: http://www.kracauer-lectures

HÖLDERLIN-GASTVORTRÄGE IN ALLGEMEINER UND VERGLEICHENDER THEATERWISSENSCHAFT

Im Rahmen dieser vom Lehrstuhl für Theaterwissenschaften unter der Leitung von Nikolaus Müller-Schöll in Zusammenarbeit mit dem „Erasmus Mundus Programm in Performing Arts“, der Hessischen Theaterakademie und dem FZHG stattfindenden Vortragsreihe wird Theater in einem erweiterten Sinne begriffen. Das heißt, Theater soll weder allein aufgrund einer nationalphilologischen Begründung noch begrenzt auf die Aufführung untersucht werden, sondern als Prozess, Interaktion, Handlung und vor allem als kritische Praxis. Mit der Wahl Hölderlins als Namenspatron der Reihe wird daran erinnert, dass der zeitweilig in Frankfurt lebende Hölderlin nicht nur ein großer Dichter, sondern auch ein großer Theatertheoretiker und dramaturgischer Denker des modernen Theaters war. Jedes Semester finden drei Gastvorträge statt, wobei in den letzten beiden Jahren u. a. Brojana Cvejić (Brüssel), Francesco Fiorentino (Universität Roma III), Freddie Rokem (Tel Aviv), Christian Schulte (Wien), Lina Saneh (Beirut) und David Savran (City University New York) als Referenten in  dieser Reihe vorgetragen haben. Weitere Informationen und das jeweils aktuelle Programm sind auch online verfügbar: http://www.tfm.uni-frankfurt.de/Oeffentliche-Veranstaltungen/Hoelderlin.html

MARTIN-BUBER-VORLESUNG ZUR JÜDISCHEN GEISTESGESCHICHTE UND PHILOSOPHIE

Seit 2011 findet jährliche die Martin-Buber-Vorlesung statt, welche durch die Martin-Buber-Professur unter der Leitung von Christian Wiese in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg „Theologie als Wissenschaft“ (Goethe-Universität) und seit 2015 auch mit Unterstützung des FZHG durchgeführt wird. Gewidmet ist die Vortragsreihe wie auch die Professur dem jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber (1878 – 1965), welcher von 1924 bis 1933 an der Universität Frankfurt als Lehrbeauftragter und Honorarprofessor wirkte, bevor er 1938 vor dem NS-Regime nach Jerusalem flüchtete. In dieser Vorlesungsreihe präsentieren und diskutieren herausragende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neueste Forschungsergebnisse zur jüdischen Geistes- und Kulturgeschichte, zur jüdischen Religionsphilosophie sowie zu den Beziehungen des Judentums zu Christentum und Islam. 2015 entwickelte der Sozialphilosoph und politische Theoretiker Michael Walzer (Princeton) Bubers sozialphilosophische Überlegungen und Utopien weiter, wobei sich Bubers Schriften stets  gegen staatliche Bevormundung und Ausbeutung richteten.

HOLOCAUST-GEDENKVORLESUNG

Seit 1996 ist der 27. Januar als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ ein gesetzlich verankerter Gedenktag in Deutschland und seit 2005 gemäß Beschluss der Vereinten Nationen der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“. Aus diesem Anlass führt das Fritz Bauer Institut mit Unterstützung des Universitätspräsidiums seit einigen Jahren eine „Holocaust-Gedenkvorlesung“ auf dem Campus Westend durch.

Im Jahre 2015 wurde diese Gedenkvorlesung am 27. Januar erstmals gemeinsam vom Forschungszentrum, dem Fritz Bauer Institut und dem Präsidium der Goethe-Universität durchgeführt Festrednerin war Sybille Steinbacher vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Der Titel ihrer Vorlesung lautete „Die Befreiung von Auschwitz und die Auflösung des KZ-Systems“. Ein Mitschnitt ihres Vortrages ist Online im Videoarchiv des FZHG zu finden.