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Studiengruppe "Historische Semantik" (FF4)

Leitung:
Dr. Tim Geelhaar, Dr. Magnus Ressel

Organisation:
Oliver Glaser

Profil

Die Digitalisierung der Geisteswissenschaften steht im Mittelpunkt der neu ausgerichteten Studiengruppe „Historische Semantik“. Die digitale Herausforderung bietet vielfältige Chancen auf dem Weg zu einer methodisch und theoretisch erneuerten Geschichtswissenschaft, die im akademischen Curriculum bisher noch keine Verankerung gefunden hat. Die Studiengruppe will hier Brücken bauen: vom Studium zum selbständigen Forschen, von der klassischen Hermeneutik hin zu computergestützten Analysemethoden, von der Erschließung historischer Materialien hin zu Digitalen Editionen. So werden sowohl Implikationen hinsichtlich Methodik und Theorie der Geschichtswissenschaft reflektiert, als auch grundlegende Techniken der DH erlernt und die sich verändernde mediale Zugänglichkeit von historischem Material in den Blick genommen, womit auch die Veränderungen klassischer Einrichtungen wie Bibliotheken und Archive unter dem Einfluss der DH Berücksichtigung finden.

Mit dieser Ausrichtung erweitert die Studiengruppe ihr bisheriges Aufgabenfeld der Historischen Semantik, in dem sie sich nicht nur mit den intellektuellen Grundlagen dieser Forschungsrichtung beschäftigt, sondern auch die Dynamiken des Forschungsfeldes in den Blick nimmt, in dem die Historische Semantik angesiedelt ist.

Studierende und Forschende aller Qualifikationsstufen sind herzlich dazu eingeladen, sich der Gruppe anzuschließen, eigene und fremde Arbeiten zu diskutieren und sich methodisch fortzubilden. Die Veranstaltung ist in einigen Semestern für einige Studiengänge zugleich als Lehrveranstaltung ausgewiesen. So läuft sie in den Semestern Winter 2017/18 und Sommer 2018 auch als Übung mit thematischen Schwerpunkt auf Kreuzzugsgedanken und Kreuzzugsorden vom 12. bis 17. Jahrhundert. Zusätzliche Treffen und ein Folgeworkshop zum Workshop „Digitales Edieren und Analysieren“ (April 2017)  im September sind geplant.

 

 

SOMMERSEMESTER 2014

Thema

Entsprechend der Neuausrichtung im vorangegangenen Semester bietet die Studiengruppe im Sommersemester Studierenden die Möglichkeit zum Neueinstieg. Nach einführenden Sitzungen zur Historischen Semantik als Methode werden die Studierenden sich mit eigenen kleineren Semantisierungsprojekten befassen, die im Umfeld der karolingischen Kapitularien angesiedelt sind. Abschließend wird der Blick über die corpusorientierte Semantik hinaus auf Ansätze außerhalb der Geschichtswissenschaft, z. B. bei Claude Lévi-Strauss, geworfen.

Treffen

Die Studiengruppe trifft sich wöchentlich Montag 10 bis 12 Uhr im Raum IG 4.501.

Material für die vorgesehenen Studienprojekte

Diese befinden sich in dem hierfür eingerichteten OLAT-Kurs. Zugang auf Anfrage bei der Kursleitung.

WINTERSEMESTER 2013/14

Thema

Nach dem Weggang der ehemaligen Studiengruppenleiterin, Dr. Silke Schwandt, und der Beendigung aller Promotionen im Leibniz-Projekt „Politische Sprache im Mittelalter“ steht die Studiengruppe vor einem Neuanfang in personeller als auch thematischer Hinsicht. In diesem Semester rücken daher die computerbasierten Analysetools in den Vordergrund. Einerseits wird das neue webbasierte Instrument www.comphistsem.org diskutiert, andererseits wird die Lemmatisierung der karolingischen Kapitularien vorangebracht, um damit einen Beitrag zu deren Neuedition zu leisten.

Treffen

Die Arbeit wird auf drei Workshops verteilt: 13.01.2014; 10.2.2104; 4.3.2014.

Grundlagen für die Workshops

Capitularia Regum Francorum, ed. Alfred Boretius (MGH Capit. I), Hannover 1883.

Capitularia Regum Francorum, ed. Alfred Boretius/Victor Krause (MGH Capit. II), Hannover 1897

SOMMERSEMESTER 2012

Thema

In diesem Semester widmet sich die Studiengruppe des Forschungsproblemen der Mitglieder, die sich akut bei der Arbeit mit historisch semantischen Ansätzen stellen. Es werden Aufsätze und Paper gelesen und diskutiert. Die Teilnehmer haben auch die Gelegenheit, Themen zur vertiefenden Diskussion vorzuschlagen. Eines dieser Themen für das Sommersemester ist z. B. die Raumsemantik.

Termine

Die Studiengruppe trifft sich alle 14 Tage am Dienstag, von 16-18h im Raum des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften (Raum IG 1.414):

17.4., 15.5., 29.5., 12.6., 26.6. und 10.07.2012

Referenztexte der Diskussion

Die Referenztexte werden den Teilnehmern von Sitzung zu Sitzung auf OLAT zur Verfügung gestellt oder können bei Silke Schwandt und Christoph Bramann per Email erbeten werden.

WINTERSEMESTER 2011/12

Wintersemester 2011/2012

Thema

In diesem Semester wird sich die Studiengruppe mit Grundlagentexten zur Ideengeschichte beschäftigen. 

Termine

Die Studiengruppe trifft sich alle 14 Tage am Dienstag, von 16-18h im Raum des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften (Raum IG 1.414):
18.10., 1.11., 15.11., 29.11., 13.12.2011, 17.01. und 31.01.2012 

Referenztexte der Diskussion

Im WS 2011/2011 lies die Studiengruppe Texte aus dem Buch "Ideengeschichte" aus der Reihe "Basistexte" des Steiner Verlags.

Workshop

  • 26.-28.03.2012 Historische Semantik anwenden II: Interdisziplinäre Gespräche über eine Methode
    Einladung / Call for papers 
    Details folgen demnächst  

SOMMERSEMESTER 2011

Vorträge

  • 03.05.2011 Gregor Rohmann (Frankfurt a. M.): Contagium und Pestilencia. Konzepte für die Übertragung von guten und bösen Eigenschaften im Mittelalter
  • 31.05.2011 Ulla Reiß (Frankfurt a. M.): Zur Handhabung der Pipe Rolls. Ein Bericht aus London

WINTERSEMESTER 2010/2011

Themen

Semantik des Politischen

Termine

In der Vorlesungszeit des Wintersemesters, alle 14 Tage dienstags, beginnend mit dem 26.10.2010.

Tagungen

Gastvorträge

  • 16.11.2010   Jan Niehues (Marburg): 'Herrschaft'-Vokabular im Altirischen
  • 23.11.2010   Philip Knäble (Bielefeld): Einblicke in den Tanzdiskurs des 16. Jahrhunderts

SOMMERSEMESTER 2010

Themen

Zentrales Anliegen war die exemplarische Arbeit mit dem in Frankfurt entworfenen Computerprogramm zur corpuslinguistischen Historischen Semantik (HSCM). Dies geschah in Kooperation mit dem Leibnizprojekt „Politische Sprache im Mittelalter. Semantische Zugänge“

Referenztexte der Diskussion

  • Christian Meier, Ernst Vollrath, [Art.] Politik, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 7, Sp. 1038-1072.
  • Ernst Vollrath, [Art.] Politisch, das Politische, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 7, Sp. 1072-1075.
  • Ernst Vollrath, [Art.] Politisierung, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 7, Sp. 1076-1080.

WINTERSEMESTER 2009/2010

Termine

  • 27.10.    Tim Geelhaar:
                 Christianitas – eine Missionsvokabel?
  • 03.11.    Ulla Reiß:
                 Die Sprache der Rechnungen – die englische Abrechnung von 1130
  • 10.11.    Meike Pfefferkorn:
                 rike in der Sächsischen Weltchronik – Herrschaft, Reich, Macht?
  • 08.12.    Anastasia Brakhman:
                 Calliditas in der Antapodosis Liutprands von Cremona
  • 09.02.    Kornelia Berns:
                 „Regnum, imperium, ecclesia. Ausdrucksformen politischen Wandels im Mittelalter“

SOMMERSEMESTER 2009

Workshop

Doktorandenworkshop „Historische Semantik anwenden“, 24. Juni 2009, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Referenztexte der Diskussion

  • Forschungsbericht und Antragstexte des Bielefelder SFB 584 „Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte“; insbesondere das Konzeptpapier des Teilprojektes A 11 „Zur politischen Sprache in transzendent begründeten Gesellschaften: Ordnungssemantik in der christlichen lateinischen Literatur des Mittelalters“.
  • Ludolf Kuchenbuch (2003): Porcus donativus.Language Use and Gifting in Seigniorial Records between the Eighth and the Twelfth Centuries, in: Gadi Algazi, Valentin Groebner, Bernhard Jussen (Hg.): Negotiating the Gift. Pre-Modern Figurations of Exchance. Göttingen, S. 193-246.
  • Joseph Morsel (1997): Die Erfindung des Adels. Zur Soziogenese des Adels am Ende des Mittelalters – Das Beispiel Frankens, in: Otto Gerhard Oexle, Werner Paravcini (Hg.): Nobilitas. Funktion und Repräsentation des Adels in Alteuropa, Göttingen, S. 312-375.