Au•t•op•sie: Alltag(s)Bilder. Kinderliteratur des 19. Jahrhunderts und die Sammlung Deutscher Drucke 1801 – 1870
Volker Michel und Felix Giesa
Im Rahmen des deutschlandweit betriebenen Projekts „Sammlung Deutscher Drucke (SDD)“ ist die UB für den Zeitraum 1801-1870 zuständig. Der Sammlungsbestand ist ebenso unikal wie vielfältig. Neben wissenschaftlichen Titeln sind Trivialromane darunter, aber auch True Crime-Stories, Reisebeschreibungen, Erbauungsschriften, Ratgeber, Kinder- und Jugendbücher und vieles mehr. Gemeinsam mit der Bibliothek des Instituts für Jugendbuchforschung steuert SDD auch Digitalisate für das geplante hessische Kulturgutportal bei. Über dieses bunte Kaleidoskop aus der Alltagswelt des 19. Jahrhundert berichtet Dr. Volker Michel (Sammlungskurator Germanistik/AVL/SDD) gemeinsam mit Dr. Felix Giesa (Kustos Institut für Jugendbuchforschung); vorgestellt werden darüber hinaus das SDD-Gesamtvorhaben, mögliche Anknüpfungspunkte für die bestandsbezogene Forschung sowie besonders interessante Funde jenseits des bekannten Kanons.
Zur Reihe:
In der Reihe „Au•t•op•sie“ (etymologisch: ‘mit eigenen Augen sehen’) geht es um die Sichtung und Kontextualisierung von Quellen und Objekten aus den besonderen Sammlungsbeständen der Frankfurter UB. Das Mittel dazu ist die kritische eigene Anschauung. Sammlungskurator:innen treten mit Geistes- und Naturwissenschaftler:innen in ein lockeres Gespräch, während Anknüpfungspunkte zwischen konkreten Forschungsfragen der humanities und den UB-Sammlungen und -Services aufgezeigt werden. Die Frankfurter Universitätsbibliothek besitzt wertvolle historische Bestände mit zahlreichen unikalen Werken. Dazu zählen mittelalterliche bis neuzeitliche Handschriften, Archivalien und Nachlässe, aber auch nicht-textuelle Materialien wie etwa Bildsammlungen. Darüber hinaus werden seit über sechzig Jahren thematische Spezialsammlungen der UB kontinuierlich von der DFG gefördert.