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Studiengruppe Historisches Bildwissen (FF2) [seit 2015]

Ansprechpartner/innen: Dr. des. Peter Gorzolla, Christoph Bramann, Helene Schlicht

Diese SG hat ihre Tätigkeit im Wintersemester 2015/16 aufgenommen. Sie orientiert sich am Projekt „Ikonologie der Geschichtswissenschaft“, angesiedelt im Exzellenzcluster „Die Herausbildung Normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität.

Profil:

Aufbauend auf der bereits existierenden Sammlung von aktuellen Schulbüchern sollen Fragen, Methoden und Instrumente für die bildwissenschaftliche Analyse der Bebilderung von Schulbüchern erarbeitet werden. Unter Bildern werden alle visuellen Darstellungen verstanden, die zur Veranschaulichung von Inhalten und als ergänzende Lernstrategie fungieren (etwa Fotos, Diagramme, Grafiken, Zeichnungen etc.). Ausgangspunkt der Überlegungen ist die historische Veränderung der Bebilderungspraxis in Schulbüchern. Die offenkundige Kanonisierung dieser Bildauswahl, die eigene, zum Teil vom Text unabhängige Narrative entwirft und festschreibt, verweist auf die politische Komponente des Bildgebrauchs.
Gerade in der ersten Phase der Arbeit der SG liegt der Schwerpunkt aber zunächst auf bildwissenschaftlichen Fragen: Notwendig erscheint vor allem die Erarbeitung vorhandener wie neuer Wege und Methoden zur Deskription, Analyse und Reflexion von Bildauswahl, Bildgebrauch und Bildwirkung sowie die Entwicklung eines Deskriptionsschemas für Abbildungen und Objekte sowie für Bildreihen in Schulbüchern (Beschreibungen, Kontexte, Funktionen, Narrative etc.). In Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fächer wird die SG in Workshops zunächst gemeinsame Fragen, Methoden und Präsentationsformate erarbeiten. Insbesondere die Kooperation mit dem Institut für Schulbuchforschung in Braunschweig, an dem 2016 ein ganztägiger Workshop stattfinden wird, ermöglicht eine Arbeit über die an der Goethe-Universität existierenden Bestände und Expertisen hinaus.

In einer zweiten Phase sollen die zuvor erarbeiteten Instrumente auf einen erweiterten Quellenbestand übertragen werden. Dabei geht es auch um eine vergleichende Analyse vor dem Hintergrund der im Exzellenzcluster-Projekt „Ikonologie der Geschichtswissenschaften“ bereits entstandenen Bilder-Sammlungen (von Bildern in Nationalgeschichten, Sammelbildern, und Sammelbilderalben).

Ehemalige Mitarbeiterin: Dr. des. Judith Blume