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Forschungsfeld 3: Wissenskulturen

PROFIL

Von 1999 bis 2008 wurde an der Goethe-Universität der Sonderforschungsbereich / das Forschungskolleg 435 „Wissenskulturen und gesellschaftlicher Wandel“ gefördert. Weil der Begriff des Wissens nach wie vor als Motor dynamischer und vielseitiger Forschungsaktivitäten wirkt, hat sich das Forschungsfeld 3 das Ziel gesetzt, diesen Fokus auch weiterhin in Frankfurt als Kristallisationspunkt für transdisziplinäre Kooperation zu nutzen.

Im geisteswissenschaftlichen Spektrum des Forschungszentrums konzentrieren wir uns dabei erstens auf konstitutive Modi und Medien des Wissens: Hier stehen Formen und Verfahren des Beobachtens, Ordnens und Beschreibens, des Sammelns und Bewahrens, des Erinnerns und Vergessens, des Experimentierens, Vergleichens und Verstehens im Mittelpunkt. Erforscht wird zudem die historische und kulturelle Transformation von Wissensbeständen, aber auch von Formaten wie der Fallgeschichte oder der Serie. Zweitens beschäftigen sich die Mitglieder des Forschungsfelds 3 damit, wie Wissen als ‚kulturelle Arbeit’ zu fassen ist. Diese Perspektive erfordert eine breitere soziale Kontextualisierung, durch die Wissen als kulturelles und symbolisches Kapital, als Form der Disziplinierung und Professionalisierung, der Instrumentalisierung und Popularisierung auch hinsichtlich des gesellschaftlichen Status der Akteure in den Blick genommen werden kann. Drittens gilt es schließlich, auch der Spezifik ausdifferenzierter Wissensformationen in ihrem historischen Wandel gerecht zu werden. Aus diesem Blickwinkel wird das disziplinäre Wissen der Geisteswissenschaften einschließlich seiner Praktiken und epistemischen Ansprüche ebenso zum Gegenstand wie die Frage, welches Wissen die Künste selbst produzieren und den Wissenschaften zur Verfügung bzw. entgegenstellen.

ORGANISATION

Prof. Dr. Iwo Amelung
Prof. Dr. Astrid Erll
Prof. Dr. Susanne Scholz
 

REFERENZLITERATUR

  • Johannes Fried und Michael Stolleis (Hrsg.): Wissenskulturen. Über die Erzeugung und Weitergabe von Wissen, Frankfurt am Main 2009.
  • Roland Borgards, Harald Neumeyer, Nicolas Pethes, Yvonne Wübben (Hg.),  Literatur und Wissen. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart: Metzler 2013

VERBUND-, GRUPPEN- UND EINZELFORSCHUNGEN

PROJEKTGRUPPEN

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

  • Medium Mensch – Medialisierungen des Humanen. Konstitutionen des Menschseins in der spätviktorianischen Literatur (Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Scholz, DFG-gefördert 2007-2009; Publikation: Phantasmatic Knowledge: Visions of the Human and the Scientific Gaze in English Literature, 1880-1930. Heidelberg: Winter 2013)

STUDIENGRUPPEN

  • 100 Jahre Universität Frankfurt - Identität und Erinnerung
    Leitung: PD Dr. Barbara Wolbring, Dr. Peter Gorzolla
  • Wahrnehmungsverhältnisse in literatur- und medienanthropologischer Perspektive
    Leitung:Prof'in Dr. Susanne Scholz, Prof'in Dr. Julika Griem, Nina Holst