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Forschungsfeld 1: Historische Epistemologie

PROFIL

Die historische Epistemologie untersucht die Erkenntnisprozesse aller Wissensgebiete der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften in einer konsequent historischen Perspektive. Sie geht von dem wissenschaftshistorischen Befund aus, dass nicht nur die Erkenntnisgegenstände und -inhalte, sondern auch die Erkenntnisformen und -praktiken aller Wissenschaften sich historisch wandeln. Eben diesen Wandlungen und ihren komplexen historischen Zusammenhängen gilt ihre Aufmerksamkeit. Sie geht damit über eine chronistische Disziplingeschichte der Wissenschaften hinaus. Ihre Fragestellung berührt philosophische Grundfragen (Was galt in der Erkenntnispraxis verschiedener Zeiten und Wissenschaften jeweils als Wissen? Wie wurden jeweils die Grundkategorien und methodischen Praktiken wissenschaftlichen Erkennens gefasst?) und sie trägt durch die empirisch-historische Untersuchung der Wandlungen des Wissenschaftsverständnisses dazu bei, auch das aktuelle Verständnis von Wissenschaft zu reflektieren.

ORGANISATION

Prof. Dr. Hans Aurenhammer
Prof. Dr. Moritz Epple

REFERENZLITERATUR

  • Rheinberger, Hans-Jörg (2007): Historische Epistemologie zur Einführung. Hamburg.
  • Canguilhem, Georges (1979): Wissenschaftsgeschichte und Epistemologie. Gesammelte Aufsätze. Frankfurt am Main.
  • Epple, Moritz (2004): Knot invariants in Vienna and Princeton during the 1920s. Epistemic configurations of mathematical research, in: Science in Context 17, S. 131-164.

VERBUND-, GRUPPEN- UND EINZELFORSCHUNGEN

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

STUDIENGRUPPEN

VERANSTALTUNGEN

Als regelmäßige Veranstaltung des Forschungsfeldes findet während der Vorlesungszeit wöchentlich (Di 18-20 Uhr) das Wissenschaftshistorische Kolloquium statt. Es steht allen am Forschungsfeld Interessierten als Forum zum Austausch über methodische Fragen der Historischen Epistemologie und der Wissenschaftsgeschichte offen.