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Mittwochskonferenz

Vertigo: das afterlife des Kolonialismus in den audiovisuellen Arbeiten John Akomfrahs

Henriette Gunkel

In John Akomfrahs audiovisuellen Arbeiten – vom frühen Essayfilm im Rahmen des Black Audio Film Collective zu gegenwärtigen Multiscreen Installationen – ist ein sich durchziehendes Motiv das der Migration, das nicht nur historisch im Kontext vom Empire verhandelt wird, sondern als afterlife, als eine bis heute wirkungsmächtige Folge dessen verstanden wird. Ausgehend von Akomfrahs Assoziation von Bildern, und in Dialog mit anderen künstlerischen Arbeiten (die von Sondra Perry und Aryan Kaganof, zum Beispiel), interessieren mich in diesem Vortrag die filmischen Strategien, dieses afterlife des Kolonialismus darzustellen und dabei der Frage nachzugehen, welche Rolle Landschaften – das Meer, die Wüste, die Tundra/Antarktis – spielen, um Erfahrungen von Differenz insbesondere in Bezug auf Zeit und Bewegung (der Gleichzeitigkeit von Stillstand und freien Fall, zum Beispiel) zu verhandeln.

Henriette Gunkel ist Lecturer am Institut für Visual Cultures am Goldsmiths College, University of London. Ihre Forschungsarbeiten untersuchen Politiken von Zeit aus einer anti-kolonialen, queer-feministischen Perspektive.

Veranstaltungsort: IG 411
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