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Mittwochskonferenz

Erzähltheorie(n) und Kulturwissenschaften – Friedliche Koexistenz oder Perspektiven für historische Geisteswissenschaften?

Vera und Ansgar Nünning (Heidelberg, Gießen)

Während die Kulturwissenschaften seit Jahren einen Boom erleben, wird inzwischen in der Erzählforschung von einer „Renaissance der Narratologie“ gesprochen. Gleichwohl haben die Kulturwissenschaften den neueren Entwicklungen der Erzähltheorie bislang ebenso wenig Beachtung geschenkt wie die Narratologie den kulturellen Kontexten von Narrativen. Diese (zumeist) friedliche, aber weitgehend beziehungslose Koexistenz ist angesichts der konstitutiven Bedeutung von Narrativen für Kulturen als „Erzählgemeinschaften“ (Müller-Funk) und der kulturellen Bedingtheit und historischen Variabilität von Erzählungen nicht nur überraschend, sondern auch eine ungenutzte Chance für beide Seiten.

Als international bekannte Erzähltheoretiker und Kulturwissenschaftler werden Vera und Ansgar Nünning in ihrem Vortrag einen Überblick über neue Ansätze und Entwicklungen in der inter- und transdisziplinären Erzählforschung geben, Konzepte einer kulturwissenschaftlichen Narratologie skizzieren und die kulturellen Funktionen von Erzählungen ausloten. Dabei geht es vor allem um die Frage, welche Perspektiven die transdisziplinäre Erzähltheorie und Erzählforschung für die historischen Geistes- und Kulturwissenschaften eröffnen.

Ansgar Nünning ist seit 1996 Professor für Englische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie seit 2006 Gründungsdirektor des im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten „International Graduate Centre for the Study of Culture“ (GCSC)

Vera Nünning ist seit 2002 Professorin für Englische Philologie an der Ruprecht-Karls- Universität Heidelberg, wo sie von 2006 bis 2009 Prorektorin für Internationale Beziehungen war

Veranstaltungsort: IG 411
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