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Mittwochskonferenz

The Misunderstood Past and Debatable Future of Memory Studies

Jeffrey Olick

Die Leitvokabel "GEdächtnis" hat für mehr als eine Generation massiv die Forschungsdiskussionen und -interessen der Geisteswissenschaften strukturiert. Dabei ging es um sehr Verschiedenes - um Memoriertechniken des Individuums oder um den gesellschaftspolitischen Einsatz der Vergangenheit, um die Gegenwart der Toten unter den Lebenden, um Logik und Funktionalität des Vergessens oder um den Zusammenhang von neurologischen und kulturellen Phänomenen. Inzwischen ist der analytische nutzen des kuturwissenschaftlichen Leitdeutungsmusters "Gedächtnis" auf den Prüfstand geraten. Für die Diskussionen im Forschungsfeld 3 ist dieses Überdenken eines  seit den 1970er Jahren dominierenden Paradigmas essentiell.

Jeffrey Olick gehört zu den renommiertesten Vertretern der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung. In seinem Vortrag referiert er über die Wissenschaftsgeschichte der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung und die Zukunftsaussichten dieses interdisziplinären Feldes, das sich gerade unter dem Begriff der 'memory studies' formiert. Jeffrey Olick ist Professor für Soziologie und Geschichte an der University of Virginia, USA.

Veranstaltungsort: IG 411
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